Neue Düsseldorfer Tabelle ab 2013

Es gibt die Düsseldorfer Tabelle seit dem Jahr 1962. Sie ist eine Richtlinie für den Unterhalt, die vom Oberlandesgericht Düsseldorf gemeinsam mit anderen Oberlandgerichten und dem Deutschen Familiengerichtstag ins Leben gerufen wurde.

Seit der Unterhaltsreform am 01.01.2008 richtet sich die Düsseldorfer Tabelle nach dem dort eingeführten Mindestunterhalt laut Paragraf 1612a des Bundesgesetzbuches. Das steuerliche Existenzminimum wird hier bei einbezogen.

In der Düsseldorfer Tabelle wird der angemessene Barunterhalt für minderjährige Kinder tabellarisch festgelegt. Die Höhe des Unterhalts richtet sich nach dem bereinigten Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen und dem Alter des Kindes.

Die Düsseldorfer Tabelle ist nur eine Richtlinie. Der tatsächliche Anspruch auf Kindesunterhalt ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig und sollte vom Gericht entschieden werden.
Die Düsseldorfer Tabelle wird alle zwei Jahre neu herausgebracht. So auch im Jahr 2013.

Die Düsseldorfer Tabelle ab dem Jahr 2013

Im Jahr 2013 haben sich die Unterhaltsbeiträge zu denen aus der Tabelle von 2011 nicht geändert. Was aber erhöht wurde, ist der Selbstbehalt des zum Unterhalt Verpflichteten. Für Erwerbstätige gilt nun ein Selbstbehalt von 1000 Euro statt vorher 950 Euro. Für nicht Erwerbstätige beträgt der Selbstbehalt nun 800 statt 770 Euro.

Aus der Düsseldorfer Tabelle 2013 lässt sich zwar der Unterhalt berechnen, allerdings sollte bedacht werden, dass es sich hier um Richtlinien handelt. Denn in der Tabelle wird nur das bereinigte Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen hinzugezogen. Es ist aber möglich, dass beispielsweise bestimmte Schulden oder auch Sonderausgaben des Barunterhaltspflichtigen auch noch berücksichtigt werden müssen. Daher kann man sich zwar an der Tabelle orientieren, aber sollte den Unterhalt doch vom Jugendamt oder einem Gericht genau festlegen lassen.

Bei der Berechnung ist das bereinigte Nettoeinkommen ausschlaggebend. Aber auch das Alter der Kinder sowie die Anzahl der unterhaltspflichtigen Kinder spielt eine Rolle. Die Tabelle beginnt beim Mindesteinkommen von 1000 Euro und endet bei einem Einkommen von 5100 Euro. Geht das Einkommen darüber hinaus, so wird von Fall zu Fall entschieden. Hier spielt dann der bisherige Lebensstandard und der konkrete Bedarf des Kindes eine Rolle.

Wonach richten sich die Tabellensätze?

Bei den Tabellensätzen ist man davon ausgegangen, dass der Unterhaltspflichtige seinem Ehegatten und einem Kind unterhaltspflichtig ist. Das wären dann also 2 Unterhaltspflichtige.

Gibt es mehr Unterhaltspflichtige, so wird in der Regel um eine Tabellengruppe herabgestuft. Bei weniger Unterhaltspflichtigen, dann natürlich auch heraufgestuft.

Allerdings wird dabei oft, gerade in den oberen Gruppen, je nach Einzelfall entschieden.

Eine Krankenversicherung oder Pflegeversicherung ist in der Düsseldorfer Tabelle nicht enthalten. Sollte als ein unterhaltspflichtiges Kind nicht familienversichert sein, würde zusätzlich auch die Krankenversicherung vom Kindesunterhaltspflichtigen gezahlt werden müssen.

Da die Düsseldorfer Tabelle nicht ganz leicht zu lesen und das Thema Kindesunterhalt sehr komplex ist, sollte man sich bei Fragen oder Problemen an das Jugendamt wenden.hier wird man gern beratend und auch unterstützend tätig. Auch Familienberatungsstellen oder ein Anwalt für Familienrecht können bei der Berechnung des Unterhalts und allen anderen entsprechenden Fragen zu diesem Thema weiterhelfen.

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